WM 2018 Spielorte: Rostow am Don

WM 2018 Spielorte: Rostow am Don

Foto: Moreorless / Wikimedia

Zahlen, Daten, Fakten

Einwohner: Mit 1.089.261 Einwohnern ist Rostow am Don die zehntgrößte Stadt in Russland und eine der größten Städte im europäischen Teil der Russischen Föderation.

Lage: Rostow am Don wird als das Tor zum Kaukasus bezeichnet und trägt den Beinamen „Stadt der fünf Meere“. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe zum Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meer und zu den Kanälen, die mit der Ostsee und dem weißen Meer verbunden sind. Die Stadt liegt im Südosten der osteuropäischen Ebene. Im Südwesten grenzt Rostow am Don an das Delta vom Fluss Don.

Touristische Highlights: Zu den touristischen Highlights zählen neben den vielen verschiedenen Kirchen und Kathedralen im Stadtzentrum auch die Theater, der Zirkus und das Oblastmuseum. Am Don-Ufer kann in verschiedenen gastronomischen Einrichtungen gespeist werden. Ebenfalls kann man am Ufer des Don gut Schiffe beim An- und Ablegen beobachten.

Die Stadt und Ihre Geschichte

Gegründet wurde die Stadt im Jahre 1761, als Elisabeth Petrowna zum Schutze der russischen Handelswege hier eine Festungssiedlung an der Südgrenze zum damaligen russischen Kaiserreichs erbaute. Seinen Namen bekam die Stadt durch den Metropoliten Dimitri von Rostow. Ende des 18. Jahrhunderts verlor die einst gegründete Festung ihre strategische Bedeutung. 1797 wurde Rostow eine Stadt und fungierte seither als Kreisstadt. Im 19. Jahrhundert wurde Rostow zum wichtigsten Handelsmittelpunkt und Verkehrsknoten im Süden Russlands. Eine Eisenbahnanbindung besteht seit 1870, die fortan immer ausgeweitet wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte allmählich die industrielle Entwicklung ein, was begründete, dass einst 1846 eine Eisengießerei errichtet wurde. In dieser begann 1859 die Produktion von Dampfkesseln und Dampfpumpen. Bedingt durch die industrielle Entwicklung verzeichnete Rostow am Don ein zunehmendes Wachstum der Bevölkerung. 1941 wurde die Stadt durch Truppen der deutschen III. Armeekorps eingenommen. Nach dem 28. November zogen sich diese jedoch nach dem Angriff der Sowjetunion zurück. Die Stadt war sehr verwüstet worden. Mit dem Wiederaufbau wurde umgehend nach der Befreiung durch die rote Armee begonnen, doch bereits kurze Zeit später wurde Rostow erneut besetzt und zerstört. Die Transformationsprozesse sind es gewesen, die dafür verantwortlich sind, dass in den 90er Jahren die Industrieproduktion stark auf dem Rückmarsch war. Rostow am Don musste Ende der 90er Jahre seine Position als einstiger größter Industriestandort im Nordkaukasus an die Stadt Krasnodar abgeben. Im Jahr 2000 ernannte man Rostow zur Hauptstadt des Föderationskreises Südrussland. Vom Präsidenten der Russischen Förderation erhielt die Stadt am 05.05.2008 den Titel „Stadt des militärischen Ruhms“. Dieser wird als Ehrentitel getragen.

Anreise und Unterkunft

Rostow am Don ist ein Verkehrsknotenpunkt im Süden von Russland. Der hier ansässige Bahnhof bildet den wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt im Süden und bietet Fahrten zu allen anderen in Russland ansässigen Bahnhöfen an. Wer mit der Bahn anreisen möchte, wird also unweigerlich an dem größten Bahnhof im Süden Russlands ankommen. Flugreisende können ihren Flug zum Flughafen Rostow am Don planen. Hier verkehren täglich mehrere Anbindungen zu vielen namhaften und bekannten internationalen Flughäfen. Die Anreise mit dem Auto wird dank der guten Infrastruktur und der in Rostow verlaufenen Autobahnen ebenfalls möglich.

Touristische Highlights und Sehenswürdigkeiten

Rostow am Don verfügt über zahlreiche Hochschulen und öffentliche Bildungseinrichtungen, wie Theater, Museen und Bibliotheken. Gastronomische Einrichtungen findet man speziell am Ufer des Don, wo es sich anbietet, anliegende oder abliegende Schiffe zu beobachten. Am Ufer des Don verweilen Einheimische und Touristen gleichermaßen gerne. Rostow ist die Heimat von vielen Kirchen, Synagogen und Kathedralen. Ein buddhistischer Tempel ist ebenfalls anzutreffen. Die Kunstgalerie und das Musiktheater, sind ebenfalls wie der Zirkus und das Oblastmuseum gern besuchte Sehenswürdigkeiten der Stadt.