WM 2018 Spielorte: Nischni Nowgorod

WM 2018 Spielorte: Nischni Nowgorod

Foto: Brücke-Osteuropa / Wikimedia

Zahlen, Daten, Fakten

Einwohner: In Nischni Nowgorod, der sechstgrößten Stadt Russlands, leben rund 1,25 Millionen Menschen.

Lage: Direkt an der Einmündung der Oka zur Wolga gelegen liegt die Stadt Nischni Nowgorod. Sie ist die Hauptstadt des Föderationskreises Wolga. Nischni Nowgorod und Moskau trennen rund 450km.

Touristische Highlights: Einen herrlichen Blick auf die Stadt hat man von der Kanawinskibrücke aus. Die Einmündung der Oka in die Wolga lässt sich an der Strelka bewundern. Ein besonders gern gesehenes Objekt in der Stadt ist die Messe von Nischni Nowgorod. Zum Verweilen und Einkaufen lädt die Fußgängerzone in der Bol’schaja Pokrowskaja-Straße ein. In der Altstadt selber trifft man auf viele Bauwerke aus allen Stilepochen, die vom 17. Jahrhundert bis in die Neuzeit reichen. Drei Klöster trifft man in der Stadt, ein Kunstmuseum und ein Jugendzentrum sind ebenfalls vorzufinden. Nischni Nowgorod hat seinen Einheimischen und Touristen noch allerhand mehr zu bieten.

Die Stadt und Ihre Geschichte

Die Stadt entwickelte sich um 1850 herum zur Drehscheibe vom russischen Handel und wurde später zur Industrie-Metropole Russlands. Bis 1991 war die Stadt Besuchern nicht zugänglich. Zwischen den 60er und 80er Jahren wurde die Stadt durch den Bau von neuen Plattenbauten um ein vielfaches erweitert. Seit 1985 verkehrt in der Stadt die Metro. Im heutigen Sacharow-Museum lebte sechs Jahre lang, in der Zeit von 1980 bis 196 der Atomphysiker Andrei Sacharow. Er fiel beim kommunistischen Regime in Ungnade, weil er sich gegen einen Einzug der sowjetischen Truppen nach Afghanistan ausgesprochen hat. Nachdem er von Moskau ausgeliefert wurde lebte er unter ständiger Überwachung durch den KGB. Das heutige Museum ist die ehemalige Wohnung Sacharows in Nischni Nowgorod. Im zweiten Weltkrieg war die Stadt der größte Rüstungsstandort. Hier wurden nicht nur am Stadtrand Panzersperren errichtet und die Produktion von Abwehrgütern erweitert, sondern auch die Produktion von Katjuscha-Rakten wurde vorangetrieben. Die deutsche Luftwaffe flog bis zum Jahre 1945 insgesamt 47 Angriffe auf die Stadt mit dem Ziel, die Rüstungsbetriebe zu zerstören.

Anreise und Unterkunft

Verkehrstechnisch gesehen liegt Nischni Nowgorod in einer sehr guten Lage. Die Stadt hat eine direkte Anbindung an die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn, die von Moskau nach Wladiwostok führt. Leicht irreführend und irritierend trägt der Hauptbahnhof der Stadt den Namen „Moskauer Bahnhof“. Von hier aus verkehren Züge und die transsibirische Eisenbahn. Seit dem Jahr 1896 gibt es in der Stadt eine Straßenbahn, die rege genutzt wird von den Einheimischen. Das Streckennetz der Straßenbahn erstreckt sich auf 198km. Die Straßenbahn deckt gemeinsam mit dem Busliniennetz und der Metro den Großteil der öffentlichen Nahverkehrsfahrten ab. Vom Hafen Nischi Nowgorods aus starten Fahrten auf der Wolga in Richtung Ostsee, weißes- und schwarzes Meer, sowie zum Kaspischen und Asowsches Meer. Der internationale Flughafen der Stadt wird von namhaften Fluggesellschaften, wie beispielsweise der Lufthansa angeflogen. Zu einer besonderen Fortbewegungsmöglichkeit zählt zweifelsohne die seit Februar 2012 fertig gestellte Wolga-Seilbahn. Die Seilbahn ist verbunden durch zwei 82m hohe Stützpunkte und erstreckt sich auf eine Länge von 3661m. Mit der Seilbahn überquert man die Wolga, die die Städte Nischni Nowgorod und die gegenüberliegende Stadt Bor am anderen Ufer, trennen.

Touristische Highlights und Sehenswürdigkeiten

Wer in Nischni Nowgorod zu Besuch ist, dem wird hier allerhand sehenswertes geboten. Eine Fahrt mit der 2012 fertig gestellten Seilbahn ist fast schon ein Muss, wenn man zu Besuch ist, da diese Fahrt einfach unglaublich ist. Was für die Einheimischen nichts besonderes, sondern etwas alltägliches geworden ist, ist für Touristen und Gäste der Stadt ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis. Wer das rege Treiben auf dem Wasser liebt, der ist im Hafen bestens aufgehoben. Von hier aus lässt sich die ankommende und sich aufmachende Schifffahrt von bzw. auf ihre Reise beobachten. Am Oka-Ufer gelegen findet man den Hyperbolischen Turm. Hierbei handelt es sich um einen Stromleitungsmast, der im Jahr 1929 von Wladimir Schuchow errichtet wurde. Die Stadt wird als Architektur-Mekka in Russland bezeichnet, da sich in der Stadt viele sehenswerte Gebäude und Bauten aus allen Stilepochen in der Altstadt vorfinden. Historisches Zentrum der Stadt ist der Nischni Nowgoroder Kreml. Neben zahlreichen Gotteshäusern findet man in der Stadt auch einige Museen, eine Oper, und ein Dramatheater. Das nahegelegene Erholungsgebiet „Nischni Nowgoroder Schweiz“ lädt nicht nur die Einheimischen zum erholen und verweilen in der Natur ein, denn auch Touristen ruhen sich hier gerne aus und genießen die Natur. Am Wolgaufer gelegen findet man den Aussichtspunkt Strelka. Von hier aus hat meinen einen schönen Ausblick über die Stadt.